Vom 26. November bis 6. Dezember 2015

Theater, Kunst und Design auf der Schloßstraße 28, 29 & 33

Vorhang auf im Ladenlokal

Gewinner des Wettbewerbs zum Theaterschaufenster stehen fest.

Im Rahmen des Projektes ART SQUARE wurde ein Wettbewerb zur Gestaltung und Umsetzung von Theaterschaufenstern ausgerufen. Die Jury, bestehend aus Dr. Beate Reese und Anja Bauer vom Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Gralf-Edzard Habben, Bühnenbildner und Mitglied der Künstlerischen Leitung am Theater an der Ruhr und der in Essen lebenden Künstlerin Johanna Schwarz, hat in einem anonymisierten Verfahren drei Arbeiten aus den zehn eingegangenen Bewerbungen ausgewählt. Besonderen Wert legte die Jury dabei auf den inhaltlichen und konzeptionellen Bezug zu Theater als Medium. Folgende Arbeiten werden in den Schaufenstern des ART SQUARE ausgestellt: „Atem" von Max Schulz, „Erster Ferientag - Arm gebrochen“ von Laas Abendroth, „mit Drinnen“ von Peter Helmke.

Die Arbeit von Max Schulz überzeugte die Jury aufgrund des schlüssigen Konzepts der Sichtbarmachung der aktuellen Flüchtlingssituation durch die Verknüpfung mit theatralen Elementen. Das Konzept, das laut Schulz „die Überwindung einer unsichtbaren Grenze“ darstellen soll,  verbinde spielerisch Darstellungspraktiken der fotografischen Inszenierung und des Reenactments und stelle so einen bewegenden Bezug zu Theater her, ohne abzubilden.

An der Einreichung „Erster Ferientag: Arm gebrochen“ von Laas Abendroth hob die Jury das humoristische Spiel eines nicht zu erfüllenden „Versprechens auf Konsumausübung“ hervor. Die Einladung in ein leeres Ladenlokal, die der Künstler anhand einer Installation mit blinkenden „Open“-Schildern, wie wir sie von jedem Kiosk kennen, vollziehen wird, sei  besonders auf der von Leerstand geprägten Schloßstraße bedeutungsvoll.

In der partizipativ angelegten Arbeit „mit Drinnen“, mit der sich Peter Helmke bewarb, werden die Besucher des ART SQUARE durch installative Elemente aus Rückblendungen und Spiegeln zu Akteuren eines Schattenspiels. Dabei überzeuge die schlüssige und schlichte Konstellation der Arbeit, in der gleichzeitig der Ort des Schaufensters durch ein Spiel mit Innen und Außen in Szene gesetzt werde.

Die Arbeiten sind während des gesamten Festivals auch außerhalb der Veranstaltungszeiten zu besichtigen.